Alles ist konfiguriert, in der Vorschau des Google Tag Manager feuern die Tags korrekt, und auf der Website passiert trotzdem nichts. Zuletzt hat sich ein Kunde genau damit bei mir gemeldet: Ein Tag funktionierte nicht. Die Ursache war kein Bug, sondern ein fehlender letzter Klick.
Nach diesem Artikel wissen Sie, wie Sie in wenigen Sekunden prüfen, ob Ihr Arbeitsstand auch live ist.
Warum Änderungen im GTM nicht automatisch live sind
Jede Änderung im GTM entsteht in einem Arbeitsbereich, auch Workspace genannt. Der Arbeitsbereich ist eine Art Entwurf, der erst durch das Veröffentlichen auf die Website kommt. Google beschreibt das in der Hilfe zum Veröffentlichen und zu Versionen.
Die Vorschau testet den Arbeitsbereich, nicht die Live-Version. Deshalb sieht in der Vorschau alles korrekt aus, auch wenn auf der Website noch ein Stand von vor Wochen läuft.
Warum das auch Profis passiert
Klingt nach Anfängerfehler, ist aber keiner. Beim Einreichen gibt es zwei Optionen: veröffentlichen oder nur eine Version erstellen. Wer im Arbeitsalltag schnell durchklickt, erwischt die falsche Option oder bricht vor dem letzten Schritt ab. Ich sehe das bei Kunden genauso wie bei erfahrenen Kollegen aus der Branche.
Woran Sie es erkennen
Zwei Stellen im GTM verraten den Fehler sofort:
- Arbeitsbereich: Oben steht die Zahl der Änderungen, die noch nicht veröffentlicht sind. Steht dort eine Zahl, ist Ihr Live-Stand älter als Ihr Arbeitsstand.
- Versionen: Dort sehen Sie, welche Version live ist, wann sie veröffentlicht wurde und von wem.
Lösung: Veröffentlichen prüfen und Versionen dokumentieren
Schließen Sie jede Änderung mit dem Veröffentlichen ab und prüfen Sie danach unter Versionen, ob die neue Version als live markiert ist. Testen Sie anschließend auf der echten Website, nicht nur in der Vorschau.
Geben Sie jeder Version einen Namen, der die Änderung beschreibt, und zwei Sätze Notiz. Das kostet wenige Sekunden und macht später nachvollziehbar, was wann live gegangen ist. Bei Fehlern können Sie so gezielt auf eine frühere Version zurückgehen. Wie ein Container insgesamt sauber aufgebaut wird, beschreibe ich im Ratgeber zum Google Tag Manager.
Nächster Schritt
Diese Punkte können Sie selbst prüfen:
- Offene Änderungen: Zeigt Ihr Arbeitsbereich unveröffentlichte Änderungen an?
- Live-Version: Ist die aktuellste Version auch die veröffentlichte?
- Versionsnamen: Lässt sich an den Namen erkennen, was jede Version geändert hat?
- Live-Test: Prüfen Sie nach jedem Veröffentlichen auf der echten Website?
Weitere typische Fehler finden Sie im Ratgeber zu den häufigsten Conversion-Tracking-Fehlern. Wenn Sie Ihren Container prüfen lassen wollen, können Sie ein Erstgespräch buchen.
Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Benjamin Juling ist kein Rechtsexperte für Datenschutz. Wir empfehlen, die Umsetzung vor dem Einsatz mit einem Datenschutz-Experten oder einem Datenschutz-Anwalt zu prüfen.