HubSpot wird an Google Ads, Meta und LinkedIn angebunden, und kurz darauf stimmen die Conversion-Zahlen nicht mehr. Diesen Fall sehe ich in B2B-Setups regelmäßig: Die Werbe-Pixel feuern doppelt, und oft laufen sie dabei an der Einwilligung vorbei.
Nach diesem Artikel können Sie prüfen, ob Ihr HubSpot-Setup Pixel doppelt ausspielt, und wissen, wie Sie es auf eine Quelle pro Pixel zurückführen.
Wie HubSpot Pixel huckepack lädt
Sobald Sie ein Werbekonto mit HubSpot verbinden, können Sie das zugehörige Pixel direkt in HubSpot installieren. HubSpot spielt es dann auf allen Seiten aus, auf denen der HubSpot-Tracking-Code liegt. Laut HubSpot-Dokumentation feuert das Pixel doppelt, wenn es zusätzlich selbst eingebunden ist, was zu inkonsistenten Daten führen kann.
In den meisten Setups liegen Google-Ads-, Meta- und LinkedIn-Pixel aber längst im GTM. Das Ergebnis: jedes Event zweimal, einmal über den GTM, einmal über HubSpot.
Warum Consent dabei oft auf der Strecke bleibt
Der HubSpot-Tracking-Code wird häufig per WordPress-Plugin oder als festes Skript in die Seite gesetzt, also außerhalb des GTM. Steuert die CMP nur den GTM, lädt HubSpot unabhängig von der Entscheidung im Banner, und mit ihm die angehängten Pixel. Nach § 25 TDDDG braucht das Speichern oder Auslesen von Informationen auf dem Endgerät grundsätzlich eine Einwilligung. Das ist eine Einordnung, keine Rechtsberatung.
Im ungünstigsten Fall ist zusätzlich das eigene Consent-Banner von HubSpot aktiv. Dann gibt es zwei Banner, die nichts voneinander wissen, und niemand kann mehr sagen, welche Einwilligung eigentlich gilt.
Woran Sie es erkennen
- Prüfen Sie in HubSpot unter den Werbeeinstellungen, ob dort Pixel installiert sind.
- Vergleichen Sie mit den Pixel-Tags in Ihrem GTM-Container.
- Lehnen Sie im Banner alles ab und prüfen Sie im Network-Tab, ob trotzdem Requests an Meta, LinkedIn oder Google Ads rausgehen.
- Achten Sie darauf, ob zwei verschiedene Consent-Banner erscheinen.
Lösung: Eine Quelle pro Pixel, ein Consent-Layer
Entscheiden Sie sich für eine Quelle pro Pixel. Liegen die Pixel im GTM, deinstallieren Sie sie in HubSpot. Binden Sie den HubSpot-Tracking-Code so ein, dass er von Ihrer CMP gesteuert wird, und nutzen Sie ein einziges Consent-Banner. HubSpot bietet dafür eine Schnittstelle für externe Consent-Banner, mit der Sie die Einwilligung übernehmen und das eigene Banner abschalten.
Wie Sie eine saubere Datenstruktur im B2B-Marketing aufbauen, bevor Kampagnen skalieren, beschreibe ich im Ratgeber zum B2B Performance Marketing.
Nächster Schritt
Diese Punkte können Sie selbst prüfen:
- HubSpot-Pixel: Sind in HubSpot Werbe-Pixel installiert, die auch im GTM liegen?
- Einbindung: Wie ist der HubSpot-Tracking-Code eingebunden, per Plugin, im Code oder über den GTM?
- Ablehnung testen: Gehen bei abgelehnter Einwilligung Requests an Werbeplattformen raus?
- Banner: Gibt es auf Ihrer Website mehr als ein Consent-Banner?
Wenn Sie HubSpot und GTM sauber zusammenführen wollen, können Sie ein Erstgespräch buchen.
Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Benjamin Juling ist kein Rechtsexperte für Datenschutz. Wir empfehlen, die Umsetzung vor dem Einsatz mit einem Datenschutz-Experten oder einem Datenschutz-Anwalt zu prüfen.