Das Conversion-Tag für Microsoft Advertising feuert, im Vorschaumodus des GTM ist alles grün, und im Werbekonto kommt trotzdem keine Conversion an. Bei Microsoft UET und beim TikTok Pixel liegt die Ursache oft nicht am Event-Tag selbst, sondern an einem Tag, das vorher hätte laden müssen.

Nach diesem Artikel wissen Sie, warum diese Systeme ein Base-Tag brauchen und wie Sie die Reihenfolge im GTM mit Tag Sequencing absichern.

Warum UET und TikTok ein Base-Tag brauchen

Beide Systeme arbeiten mit einem Base-Tag, das die Konfiguration mit Ihrer ID lädt. Erst darauf bauen die Event-Tags auf, die einzelne Aktionen wie Formularabsendungen oder Käufe melden. Fehlt das Base-Tag, hat das Event-Tag keine ID, an die es seine Daten schicken kann.

Microsoft beschreibt in der Anleitung zu UET im GTM, das UET-Tag per Tag Sequencing vor dem Event-Tag zu laden. TikTok setzt im offiziellen GTM-Template ebenfalls voraus, dass der Base Code zuvor installiert ist.

Woran Sie es erkennen

Das Tückische: Das Event-Tag wirft keinen Fehler. Im Vorschaumodus erscheint es als gefeuert, und erst im Werbekonto fällt auf, dass nichts ankommt. Prüfen Sie deshalb:

  1. Gibt es im Container ein Base-Tag für UET bzw. TikTok, das auf allen Seiten feuert?
  2. Feuert es im Vorschaumodus vor dem Event-Tag?
  3. Zeigen die Browser-Erweiterungen UET Tag Helper oder TikTok Pixel Helper das Event als empfangen an?

Kritisch sind vor allem Klick- und Timer-Events. Sie hängen nicht am Seitenaufruf und können feuern, bevor das Base-Tag fertig geladen ist.

Lösung: Base-Tag als Setup-Tag hinterlegen

Öffnen Sie das Event-Tag und hinterlegen Sie unter Erweiterte Einstellungen und Tag Sequencing das Base-Tag als Setup-Tag. Google erklärt die Funktion in der Hilfe zur Tag-Reihenfolge. Aktivieren Sie zusätzlich die Option, das Event-Tag nicht zu feuern, wenn das Setup-Tag fehlschlägt.

Damit ist die Konfiguration immer geladen, bevor ein Event losläuft. Das Base-Tag braucht für diese Sequenz keinen eigenen Trigger, behält aber seinen Trigger für alle Seiten, damit der Seitenaufruf weiter gemessen wird. Wie Sie einen Container insgesamt sauber aufbauen, beschreibe ich im Ratgeber zum Google Tag Manager.

Nächster Schritt

Diese Punkte können Sie selbst prüfen:

  • Base-Tags: Gibt es für UET und TikTok jeweils ein Base-Tag auf allen Seiten?
  • Sequencing: Haben alle Event-Tags das Base-Tag als Setup-Tag hinterlegt?
  • Helper-Erweiterungen: Kommen die Events laut UET Tag Helper bzw. TikTok Pixel Helper an?
  • Werbekonto: Stimmen die Conversions im Konto mit den Tag-Fires im GTM überein?

Weitere typische Fehler finden Sie im Ratgeber zu den häufigsten Conversion-Tracking-Fehlern. Für eine Prüfung Ihres Containers können Sie ein Erstgespräch buchen.

Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Benjamin Juling ist kein Rechtsexperte für Datenschutz. Wir empfehlen, die Umsetzung vor dem Einsatz mit einem Datenschutz-Experten oder einem Datenschutz-Anwalt zu prüfen.