„Tag 1“, „Test Trigger“, „GA4 neu final v2“. Solche Namen finde ich in vielen gewachsenen Containern. Nach ein paar Monaten weiß niemand mehr, welche davon produktiv sind und welche nur ein Versuch waren.

Nach diesem Artikel wissen Sie, wie Sie mit einer GTM-Namenskonvention Ordnung in Ihren Container bringen und sie im Team halten.

Warum Namenschaos im GTM jede Änderung riskant macht

Unklare Namen verstecken Abhängigkeiten. Wer einen Trigger namens „Klick neu“ ändern will, muss erst jedes Tag öffnen, um zu sehen, woran er hängt. Also wird sicherheitshalber nichts gelöscht, und der Container wächst weiter.

Dazu kommt die Einarbeitung. Neue Teammitglieder oder eine Agentur brauchen Tage statt Stunden, um den Container zu verstehen. Ein Container ist Team-Infrastruktur, kein privater Notizzettel.

Woran Sie es erkennen

Gehen Sie die Listen der Tags, Trigger und Variablen durch und prüfen Sie:

  1. Gibt es Namen mit „Test“, „neu“, „final“ oder „v2“?
  2. Lässt sich am Namen eines Tags ablesen, welches Tool es bedient und was es misst?
  3. Folgen Tags, Trigger und Variablen demselben Schema?
  4. Können Sie bei jedem pausierten Tag sagen, warum es pausiert ist?

Brauchen Sie für mehr als eine Handvoll Elemente einen Blick in die Konfiguration, um sie zuzuordnen, fehlt eine Konvention.

Lösung: Ein Schema festlegen und durchziehen

Legen Sie ein Schema fest, das für Tags, Trigger und Variablen gilt. Bewährt hat sich bei mir Tool – Typ – Zweck, also zum Beispiel „GA4 – Event – Newsletter Anmeldung“ für ein Tag. Trigger und Variablen bekommen ein Präfix für ihre Art, etwa „Klick – CTA Demo-Anfrage“ oder „DLV – form_id“. DLV steht dabei für dataLayer-Variable, also einen Wert, den die Website an den GTM übergibt.

Welches Schema Sie wählen, ist fast egal. Entscheidend ist, dass es schriftlich festgehalten ist und alle, die im Container arbeiten, es nutzen, auch externe Dienstleister.

Ergänzend helfen Ordner. Google beschreibt in der Hilfe zum Organisieren von Containern, wie Sie Tags, Trigger und Variablen in Ordnern logisch gruppieren, etwa nach Projekt, Team oder Tag-Typ.

Beim Umbenennen räumen Sie gleich mit auf. Was keinem Zweck mehr zuzuordnen ist, prüfen Sie auf Abhängigkeiten und entfernen es. Wie das bei Altlasten funktioniert, beschreibe ich im Artikel Universal Analytics im GTM entfernen.

Nächster Schritt

Diese Punkte können Sie selbst prüfen:

  • Namen: Erkennen Sie bei jedem Tag am Namen, welches Tool es bedient und was es misst?
  • Einheitlichkeit: Folgen Tags, Trigger und Variablen demselben Schema?
  • Dokumentation: Ist die Konvention schriftlich festgehalten und allen Beteiligten bekannt?
  • Altlasten: Gibt es Elemente, die niemand mehr zuordnen kann?

Wie ein Container insgesamt sauber aufgebaut wird, beschreibe ich im Ratgeber zum Google Tag Manager. Wenn Sie einen gewachsenen Container strukturieren lassen wollen, können Sie ein Erstgespräch buchen.

Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Benjamin Juling ist kein Rechtsexperte für Datenschutz. Wir empfehlen, die Umsetzung vor dem Einsatz mit einem Datenschutz-Experten oder einem Datenschutz-Anwalt zu prüfen.